Schnittchenteller mit Beilagen

Von: rosa

Na gut, ich oute mich: Habe am Samstag nämlich voller Leidenschaft Grandprix geschaut. Diesmal ja immerhin mit einem nicht ganz so peinlichen deutschen Beitrag, der dann ja auch ordentlich abgeschnitten hat, und ich muss sagen, hach, sie ist wirklich entzückend, ist sie nicht? Passend zum Anlass gab es in der Casa Schnuppensuppe (bzw. in einer befreundeten Casa, ich habe nämlich garkeinen Fernseher) Erdbeer-Bellinis und ein hübsches, kaltes Buffet:

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Mhmm: Schinken-, Salami-, Käseschnittchen, Radieschen, Käsespieße, fancy Kartoffelsalat aus lila Kartoffeln (sehr empfehlenswert! Schmecken leicht süßlich und fast wie Maroni), grünem Spargel und Schafskäse

Als Nachtisch gab es einen herr-lichen aus der Form gestürzten Vaniillepudding mit Himbeersauce (keine Bilder wegen fortgeschrittener Alkoholisierung der Fernsehgemeinschaft, ach, was blieb einem auch übrig bei unfassbaren Liedern wie diesem hier?). Ein phantastischer Grandprix mit annehmbarem Ergebnis (außer... Dänemark auf Platz 4? Wirklich?), ich freu mich jetzt schon auf's nächste Jahr.

Schokoladen-Trüffel-Torte

Von: rosa

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Auf Wunsch, hier das Rezept für diese köstliche Trüffeltorte. Die Torte ist super-schokolade und sehr cremig und saftig, ich kann sie mir auch prima als Dessert vorstellen. Das Rezept stammt größtenteils aus diesem Buch, das ich trotz der eher trashigen Billig-Aufmachung garnicht so schlecht finde - die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben jedenfalls alle getaugt. Bei diesem hier gab's eine Schwierigkeit: Im Originalrezept wird der Biskuitboden hergestellt, indem man Eier und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlägt. Bei mir ist das Ganze leider fast garnicht aufgegangen, so dass ich den ersten Murks-Boden dann mit Quark + Marmelade verfrühstückt habe, und für die Torte einen zweiten Boden nach einem bewährten Standard-Biskuitrezept gebacken habe.

Man nehme (für eine 26-cm-Springform):
Für den Boden:
3 Eier, getrennt
125 g Rohrzucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
60 g Stärke
15 g ungesüsstes Kakaopulver
1 gestr. TL Backpulver
4 EL kalter Espresso
3 EL Weinbrand / Cognac / Rum nach Geschmack

Für die Trüffelcreme:
750 ml Schlagsahne
525 g Bitterschokolade (ich habe 70%-ige Bio-Kuvertüre genommen)
100 g Puderzucker (evtl. weglassen, wenn man Schokolade mit weniger Kakaogehalt nimmt oder es sehr herb mag)

Zum Dekorieren:
Kakaopulver, Puderzucker, evtl. Kuvertüre

Für den Biskuitboden die Eiweiß mit 2 EL kaltem Wasser und einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Zucker einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Eigelb unterheben.
Gesiebte Mischung der restlichen Zutaten vorsichtig unterrühren.
Bei 190 Grad ca. 30 Minuten in gefetteter Springform backen. Abkühlen lassen, aus der Springform lösen, die Springform auswaschen und den Boden wieder hineintun. Mit der Espresso-Weinbrand-Mischung beträufeln.

Für die Trüffelcreme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen, bis sie höchstens handwarm und gerade eben noch flüssig ist. Sahne schlagen, nach ca. einer Minute den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sie halbsteif ist. Dann die Schokolade hinzugeben und auf kleinster Stufe vorsichtig weiterschlagen bis alles eine homogene Masse ergibt. Bei mir ist die geschmolzene Schokolade erst gestockt und alles sah leicht klumpig aus - nach kurzem Weiterschlagen hat sich dann aber alles prima vermischt. Creme auf dem Biskuit verteilen. Das Ganze mindestens 3-4 Stunden kaltstellen.

Zum Dekorieren die Torte mit Kakaopulver bestäuben. Papierstreifen drauflegen und mit Puderzucker bestäuben, so dass man 3-5 hübsche Streifen bekommt (ich habe 3 gemacht, finde mehr Streifen aber, glaube ich, hübscher). Ich habe den mittleren Streifen dann noch mit Schokoteilchen belegt, die ich aus Kuvertüre auf Butterbrotpapier gespritzt habe - einfach eine kleine Spritztülle aus etwas Butterbrotpapier drehen und kurz im Kühlschrank fest werden lassen. Sehr hübsch, allerdings: Wir konnten die Torte zwischendurch ca. 3-4 Stunden nicht kühlen - und die Puderzuckerdeko ist dabei ziemlich durchgeweicht. Also am besten fix nach dem Dekorieren servieren, oder möglichst durchgehend kühlstellen.

Außerdem kann ich mir noch prima eine Aromatisierung vorstellen - so schmeckt die Torte halt fast nur nach Schokolade, was natürlich super ist, aber auch ein Bestreichen vom Bisquitboden mit etwas Orangen- oder Kirschmarmelade oder etwas angedickten Himbeeren kann ich mir sehr gut vorstellen.

Kuchenwrack

Von: rosa

Kennt ihr alle die witzige Seite Cakewrecks, ja? Naja, ein Bäcker bei mir in der Nähe, der auch sonst sehr nach "hier dekoriert die Chefin noch selbst" ausschaut, hat seit Neuestem ein paar Kuchen im Schaufenster stehen. Ansonsten ist er natürlich nicht so wundervoll wie der Neulinger, hat aber im Gegensatz zu ihm (das ist nämlich leider das einzige nicht-Wundervolle am Neulinger) auch am Sonntag auf, und macht ganz anständige Brötchen.

Hier das erste Exemplar:
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Naja: Das geht ja noch. Ein bisschen eigenartig spartanisch dekoriert, und das Herz so komisch asymmetrisch viel zu weit rechts zu platzieren, widerspricht zumindest meinen Vorstellungen von Kuchenästhetik ziemlich heftig.

Links davon dann aber.... (leider leicht verspiegelt, da durch's Schaufenster photographiert):
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Okay. Wo anfangen? Beim Rechtschreibfehler auf der schiefen und verschmierten Schokoladenschrift (bis vor ein paar Tagen stand der Kuchen übrigens noch ohne Schriftzug im Fenster), dem merkwürdigen orangenen Klumpen rechts (das Linke soll wohl ein Schnuller sein), oder der rätselhaften "8" mit dem Knubbel am oberen Ende?

Naja: Falls das schon die besten Exemplare sind, die der Bäcker so produziert, backe ich auch weiterhin lieber selbst:
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Schoko-Trüffel-Torte für einen runden Geburtstag neulich.

Balkon und so

Von: rosa

Den Winter hat fast nichts überlebt (zum Vergleich: Letztes Jahr): Lavendel, Rosmarin und Salbei (alle bisher winterhart) sind eingegangen, nur der Thymian, die Erdbeeren und - natürlich - die bestimmt auch atomkriegresistente Minze sind wiedergekommen. Also musste eingekauft werden:

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Neu: Sauerampfer, Rosmarin, Salbei; alter Thymian. Die Minze wurde in einen extra-Topf ausgelagert!

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Erdbeeren haben einen eigenen Mini-Kasten spendiert bekommen

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Auch neu: Lavendel!

Sehr lachen musste ich übrigens über den Namen des Kräuterzüchters:
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Hihi!

Und wenn ich schon mal dreckige Hände habe, kommen auch gleich die Zimmerpflanzen dran. Ich bin ja eine große Anhängerin davon, Pflanzen regelmäßig zurechtzustutzen:

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Möchte vielleicht jemand Forellenbegonienableger haben?

Ansonsten ist ja gerade Kirchentag in München. Als ich in Berlin gewohnt habe, fand dort der Kirchentag statt, und kann euch sagen: Das ist kein Spaß. Wie damals in Berlin, so auch jetzt in München: Die Stadt voll verpeilter Christen, die die Rolltreppen verstopfen (das allgemeine Höflichkeitsgebot "rechts stehen, links gehen" scheint in Kirchen jedenfalls nicht gepredigt zu werden) und sich, oben angekommen, erstmal ausführlich orientieren, bevor sie weiterlaufen. Immerhin habe ich eine kostenlose taz mit dem schönen Aufmacher "Sex in der Kirche" in die Hand gedrückt bekommen.
Dem Kirchentag entgehe ich, gottseidank, ganz gut - erst durch einen Kurztrip, und am Samstag geht's dann zur Langen Nacht der Wissenschaften (da sind bestimmt nicht so viele Christen), und am Sonntag zu den nur alle 10 Jahre stattfindenden Passionsspielen nach Oberammergau (da könnten dann allerdings schon ein paar Christen sein). Die Passionsspiele gucke ich als Heidin mir ja vor allem aus ethnologischem Interesse an - außerdem kenne ich die Story auch nur so lückenhaft, hoffen wir dann mal, dass ich es schaffe, ohne allzu penetrante Nachfragen beim Sitznachbarn ("ist das jetzt der Böse"?) durchzukommen.

Lebenszeichen

Von: rosa

* So, ihr Lieben:
Bei der Lesung von Herrn Paulsen neulich (sehr nett war's! Noch etwas netter wär's gewesen, wenn die Buchhandlung vorher darauf hingewiesen hätte, dass beim recht exorbitanten Eintrittspreis Weinchen und tolle Häppchen mit drin waren - so musste ich, noch knallsatt vom Abendessen, wehmütig zusehen, wie halbvolle Tabletts mit Köstlichkeiten später wieder abgetragen wurde) haben mich ja schon einige nach meiner Blog-Schweigsamkeit befragt.
Wie das so ist: Da gibt's mehrere Gründe für, eigentlich alle super, sorgen aber auch alle dafür, dass die sowieso schon knappe Freizeit lieber anderweitig verbracht wird, als im Internet. Einer der Gründe fällt aber immerhin seit dem letzten Wochenende schonmal weg:
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Einmal fünf-faches Rezept Schoko-Mandel-Kuchen, bitte!

Da hab ich nämlich bei was mitorganisiert, bei dem ich einen Großteil der Verpflegung schmeißen durfte. Toll: Endlich mal in anständigen Mengen einkaufen: 25 Baguettes bitte, 5 Kilo Käse, eine Stiege Äpfel, und die Butter nehm ich dann gleich mal in Rollenform. Das hat viel Spaß gemacht, allein schon, mal selbständig in einer komplett ausgestatteten Profi-Küche werkeln zu dürfen, zwischendurch war ich natürlich auch mal am Rotieren, und Einiges gelernt hab ich auch noch:
- Wenn es auch getoastete Sandwiches gibt, bestellt garantiert niemand die ungetoasteten.
- Beim Brunch geht Ziegenkäse weg wie nichts (das Pfund war in 10 Minuten aufgegessen), Müsli und Cornflakes hingegen rührt niemand an
- Von den 80 Personen wäre auch Nudelsalat aus 5 kg Nudeln locker aufgegessen worden
- Am überraschendsten jedoch, dass fast niemand Butter gegessen hat: Habe ich da einen neuen Trend verpasst? Ein wenig schließt man (ich) beim Einkaufen ja doch von sich (mir) auf andere, und ich liebe Butter und haue mir auch bei Buffets ordentlich viel davon auf's Brötchen.
- Ach so, und eine Lehre hab ich noch: Übriggebliebene Semmeln und übriggebliebenen Käse bringt man am besten als Käse-Toasties unter's Volk. Das geht immer! Und ein bisschen was von der übriggebliebenen Butter kann man da auch noch prima drin verstecken.

* Und was Lustiges habe ich heute Morgen noch entdeckt:
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Traditionell hergestellt!!1!
Im Gegensatz zu dieser suspekten neuen Genmilch nicht aus dem Reagenzglas sondern vermutlich original von.... Kühen erzeugt: Die gute Bergbauernmilch!

Neulich Nachtisch

Von: rosa

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Köstlich/blitzeinfach: Sauerkirschen aus dem Glas, ein paar Löffel ungesüsster griechischer Joghurt und etwas Mandelkaramell-Bruch.

Mandelkaramell geht ganz schnell und leicht: 3 Esslöffel Zucker mit einem Esslöffel Wasser in einen Topf geben. Erhitzen bis der Zucker schmilzt und dunkelbernsteinbraune Farbe annimmt. 3 Esslöffel Mandelblätter unterrühren. Die klebrige Masse schnell auf etwas Backpapier glattstreichen und sobald sie abgekühlt und hart ist, in Stücke brechen.

Und griechischer Joghurt, ach: Den habe ich erst vor Kurzem entdeckt, VGZ sei Dank, und seitdem gibt's ihn regelmäßig zu Müsli oder als schnellen Nachtisch mit etwas Ahornsirup oder braunem Zucker. Er ist etwas fester und deutlich fetter als "normaler" Joghurt, und wirklich aromatisch, toll. Perfekt für alle möglichen Nachtischkombinationen: Einfach etwas Obst, dazu griechischen Joghurt und etwas Knuspriges drüber. Nicht nur toll mit Glaskirschen, auch Bananen, Tiefkühlhimbeeren oder Orangen funktionieren prächtig, und als Knusperbeilage habe ich bisher sowohl Mandelkaramell, als auch zerbröselte Kekse oder Schokoknuspermüsli ausprobiert. Herrlich, try it!