Archive for November 2010

Grünkohl!

Von: rosa

Winter - Grünkohlzeit! Hier in Bayern muss man allerdings froh sein, wenn man überhaupt irgendwo Grünkohl bekommt - von bereits vom Strunk gezupften Blättern in großen Plastikbeuteln (wie in Norddeutschland üblich) garnicht erst zu reden. Trotzdem bin ich auf der Suche nach praktischem Plastikbeutelgrünkohl durch ca. 10 Neuhausener Gemüseläden gestreift - nix. Gekauft haben wir letztes Wochenende dann Grünkohl am Strunk bei einem wirklich ganz guten Gemüsestand, der jeden Samstag in der Nymphenburger Straße steht. Weil der ziemlich stark zusammenkocht, braucht man für sechs Personen eine ganz schöne Menge, die wir nur in einer großen Pappkiste transportieren konnten, was bei dem Gemüsestand und sämtlichen Passanten für großes Hallo gesorgt hat:
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Einmal Grünkohl für 6 Personen, bitte!

Es gab den Grünkohl dann mit herrlichen, in der Eisenpfanne gebratenen, leicht karamellisierten Sieglinde-Kartoffeln, dazu (aus Norddeutschland importierte) Bregenwürste, ein paar Kaminwurzen, durchwachsenen Speck und schön fettes "Schweinsbackerl". Dazu viel Senf, Pils und Wodka. Herrlich! Eingeladen war eine bunte Mischung aus Norddeutschen und Bayern. Bei den vier Norddeutschen gab's zuhause übrigens überall verschiedene Würste zum Grünkohl: Von Bregenwurst (Lüneburg) über Kochwurst (Hamburg) und Pinkel (Ostfriesland) zu Mettwurst (Osnabrück). Weil alle so viel und so schnell gegessen haben, leider ohne Bilder, selbst der Nachtisch (eine herrliche Tarte Tatin mit pochierten Quitten) war innerhalb von 5 Minuten eingeatmet.
Das ist immerhin noch übrig geblieben:
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Selbst das norddeutsche Bier war so schnell weggetrunken, dass auf die Notfall-Tegernseer zurückgegriffen werden musste

Köstlich! Vielleicht machen wir das sogar nochmal, diesen Winter.

USA: More, even more

Von: rosa

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USA, Symbolbild (ein "Community Garden" in Coney Island)

Und ein paar andere Dinge sind uns in den USA ja auch noch aufgefallen:

1.) Zwar hat man vor der Reise sich allerlei über die fremde Kultur angelesen (Prohibition und so), trotzdem überrascht hat uns die hysterische Haltung zu Alkohol. Einmal wurde uns der Kauf einer Flasche Wein verweigert, weil nicht sämtliche Personen (!) ein Dokument mit Altersnachweis dabei hatten. So ein Blödsinn! Heißt das eigentlich auch, Eltern dürfen Bier nur kaufen, wenn kein Kleinkind im Kinderwagen dabei ist? Oder stellt man den Wagen dann kurz hinter einem Regal ab und holt ihn erst nach dem Bezahlvorgang wieder? Es schien übrigens so, dass je größer der Laden ist, desto strenger kontrolliert wird - in Kneipen oder Cornerstores wurden wir jedenfalls tendenziell nicht nach IDs gefragt, obwohl wir ja nun wirklich noch wie unter 30 aussehen. Hust.
Das eine ist der Alkoholeinkauf, das andere ist das Trinken von Alkoholika in der Öffentlichkeit. Das darf man nämlich nur, wenn die Flaschen nicht nach Alkoholika aussehen: So wurde das Bier vom Eckladen automatisch in einzelnen braunen Papiertüten verstaut, und wir konnten endlich auch mal dem uramerikanischen Hobby frönen:
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Brownbaggin' it in der Lower East Side vor einem Konzert im Bowery Ballroom, und zwar erstaunlich gutes Pilsener der Brooklyn Brewery.
(Huh. Ein Satz wie aus einem Donald-Duck-Comic.)


Weitere Folgen der absurden Gesetzgebung:
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Strikte Parkregeln - immerhin darf man auf einer der Wiesen was trinken!


2.) Eigentlich wusste man es vorher, trotzdem shocking: Der äußerst verschwenderische Umgang mit Einweggeschirr. Zum einen komme ich mir immer wie ein richtiges Umweltschwein vor, außerdem schmeckt mir das Essen so viel schlechter, von den Qualen mit Plastikmessern und Styroporbechern (sind die in Deutschland eigentlich verboten? Ich habe hier seit Jahren keine mehr gesehen) garnicht erst zu reden. Während ich in manchen Settings einsehe, dass es kaum anders geht (z.B. beim Shake Shack), verstehe ich das oft überhaupt nicht: In allen Motels gab es zum Frühstück ausschließlich Pappteller und Plastikmesser zu den Bagels. Selbst in alternativ angehauchten Coffee Shops oder High-End-Bäckereien mit "local and organic"-Anspruch gab es selten Mehrweggeschirr - immerhin aber manchmal riesige "Recycling-Tische", bei dem der Müll in verschiedene Mülltonnen getrennt konnte, und auf die der Laden auch immer mächtig stolz zu sein schien. Großartig.

3.) Ich wurde ja in der Kindheit darauf getrimmt, immer hübsch meinen Teller leerzuessen - Widerstand wurde entweder sanktioniert, oder mindestens mit missbilligenden Blicken und abfälligen Bemerkungen begleitet. So kriegt man natürlich schön eine kleine Essstörung antrainiert, von der ich mich inzwischen zum Glück halbwegs freimachen konnte: Jetzt lasse ich auch schonmal Reste zurückgehen oder sie mir einpacken. Dem S. geht das so ähnlich.
Trotzdem: In den USA (und das ist mir übrigens auch schon in Serien wie Sex and the City oder den Gilmore Girls aufgefallen) sieht man wirklich häufig Leute, die gerade mal ein bisschen auf dem Teller rumstochern, und dann ca. drei Viertel des Essens unangetastet zurückgehen lassen. In Großbritannien ist übrigens Ähnliches zu beobachten. Die meisten Deutschen scheinen hingegen eher damit zu kämpfen, sich vom elterlichen Dogma des Tellerleeressenmüssens zu befreien. Natürlich ist Tellerleeresszwang genau so schlecht wie überzogene Essensverschwendung. Trotzdem erstmal ein interessanter kultureller Unterschied. Ob's noch am Krieg liegt?

4.) Nathalie hat schonmal das geordnete Supermarktschlangestehen mit Nummernziehen in Italien gelobt - aber das amerikanische Schlangenmanagement übertraf dies und alles, was ich bisher gesehen habe. Warum gibt es das eigentlich in Deutschland nicht? Gerade unser Volk von notorischen Dränglern und rücksichtslosen Ellenbogennutzern (in München übrigens extrem schlimm!) hätte sowas mal wirklich nötig!
Im Trader Joe's: Es war so voll, dass zwei Paralellschlangen gebildet werden mussten. Man kennt den Stress aus Deutschland: ARGH! Stelle ich mich links oder rechts an? WO WIRD ES WOHL SCHNELLER GEHEN? Dort wurde ein Mitarbeiter an die Schlangenbeginn delegiert, der ABWECHSELND die beiden Schlangen "drannahm" und die Leute zur nächsten freien Kasse schickte. Ergebnis: Beide Schlangen genau gleich schnell!
Oder im Whole Foods in New York: Sechs parallele Schlangen. Über Monitore, die immer von links nach rechts eine Schlange nach der anderen angezeigt haben, wurde jeweils die erste Person zur nächsten Kasse gelotst haben. Perfekt! So kann niemalsnie ein einziger Kunde mit einer komplizierten Reklamation oder erhöhtem Redebedarf eine komplette Schlange blockieren! Das sorgt für soooo viel weniger Stress, wenn man schonmal in einem überfüllten Supermarkt einkaufen muss. Kann man das bitte mal nach Deutschland importieren?

So. Mit diesen Beobachtungen schließt dann auch schon meine USA-Berichterstattung - toll war's, ein wirklich schöner Urlaub, da geht's bestimmt nochmal hin.

Ein Päckchen, ein Päckchen!

Von: rosa

Als Päckchentauschorganisatorin ist das für mich ja immer schwierig: Ich weiß schließlich leider genau, wer mir ein Päckchen schicken wird. Worin ich inzwischen aber ganz gut bin: Das prompt nach Abschicken der Mails wieder komplett zu verdrängen.

So war mein Päckchen (dieses Jahr von Sus) wieder ein komplette Überraschung:
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Lecker Kram, und ein laaaanger Brief dazu

Woah, mhmm, phantastisch:
Zitronennudeln, Kardamom-Schokolade, zwei kleine, vegane Brotaufstrichleins (kenne ich beide noch nicht - bin ich aber schon sehr gespannt drauf), selbstgemachter Quittensirup (ich liebe, LIEBE Quitten und habe schon alles Mögliche aus ihnen gemacht - Sirup aber noch nie), lecker Darjeeling (mein Lieblings-Schwarztee) und zwei kleine Teepröbchen, huch, die Oreo-Packung fehlt irgendwie im Bild, könnte da schon jemand genascht haben?, weiters thailändische Algencracker und ein "Mossautaler Käse" aus dem Odenwald. Und zwischen die Styroporboller waren noch einige Chilis aus eigenem Garten und ein paar Schoko-Figürchen eingestreut.

Ach, herrlich! Vielen Dank, Sus, Du hast meinen Geschmack hervorragend getroffen, auf die Nudeln und den Sirup bin ich jetzt schon gespannt.

DFssgF 6 - die Zusammenfassung

Von: rosa

Nach nun schon über einer Woche ist endlich das erste Päckchen angekommen und gebloggt, und ich kann mit der Zusammnfassung anfangen - hurrah! Man darf gespannt sein - werden diesmal alle Päckchen durchkommen? Was wird wohl in diesem Jahr der favorisiert Päckcheninhalt sein(2009: Kochkäse, 2008: Wibele, Lebkuchenherzen, 2007: Bier)?

Also, los geht's:

[13.11.]
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Das erste Päckchen kommt aus Potsdam - und obwohl es von einem DFssgF-Neuling stammt, ist es geradezu mustergültig zusammengestellt.

[15.11.]
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Adelhaids mistiger Tag wurde durch ein hübsch zusammengestelltes Fresspaket gerettet.

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Ein liebevoll gepacktes Bio-Päckchen ist bei Petra angekommen.

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Kein Blogger-Päckchentausch ohne Katzenbild: Hier wird ein indisch inspiriertes (aber leider katzenfutterfreies) Päckchen neugierig beschnuppert.

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Selbst eine der dienstältesten Foodbloggerinnen kann von einem DFssgF-Paket noch vor neue Herausforderungen (in diesem Fall: Ein Sushi-Set) gestellt werden.

[16.11.] Jetzt geht es Schlag auf Schlag:
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Ein schon ziemlich weihnachtliches Päckchen ist bei Sus angekommen.

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Auf eine kulinarische Weltreise (inklusive wunderhübscher Chilis) wurde Tina von ihrem Fresspaket geschickt.

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Auch schon weihnachtlich inspiriert war die Verpackung von diesem Päckchen - ob es Balu wohl von seiner Blogdepression heilen kann?

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Nachdem es bereits vor ein paar Tagen in ein zwischendurch geschlossenes Restaurant geliefert wurde, konnte endlich ein Päckchen mit bayerischen und sonstigen Leckereien in Empfang genommen werden.

[17.11.]
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Vor allem die Pfeffernüsse aus ihrem norddeutschen Paket haben es Claudia wirklich angetan.

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Rosa Kekse und andere Leckereien sind bei der hochbeeindruckten pastasciutta angekomman.

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Ein richtiges Köln-Paket inklusive Kochbuch hat den Hanswurst erreicht.

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Über Quitten und vieles Selbstgemachtes freut sich Küchenlatein.

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Sogar eine Tasse und auch ein handgeschriebener Brief (dass diese ganzen Bloggerinnen überhaupt noch mit der Hand schreiben können...?) haben Jose erreicht.

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Auch bei mir ist ein wundervolles, hessisches Fresspaket angekommen.

[21.11.]
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Ein Päckchen mit Münsteraner Fußballvereinsschokolade (was es nicht alles gibt!) ist in Potsdam angekommen.

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Fast alle Zutaten für ein Thai-Curry hat Mareen in ihrem Paket vorgefunden.

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Frischer Sauerteig (schon verschickungserprobt im Bügelgläschen verpackt) und ein paar norddeutsche Spezialitäten sind in Berlin bei kulinaria katastrophalia angekommen.

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Viele köstliche, holländische Goodies haben Evi erreicht.

[23.11.]
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Für ein aufregendes Päckchen mit steirischen Spezialitäten ist lunchforone bereits am Rezepte suchen.

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Viele leckere Neuentdeckungen hat coolcat mit ihrem Päckchen gemacht.

[25.11.]
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Dieses mit Tee und Teezubehör bestückte Paket sollte Shermin hoffentlich gut über den harten Berliner Winter helfen.

[5.12.] Endlich geht es weiter. Und bis auf ein Päckchen (das angekündigt erst in ca. 2 Wochen gebloggt werden kann) sind jetzt alle dabei - juhu! Ich habe übrigens noch kein eindeutiges Trendgeschenk ausmachen können - ihr?

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Obwohl längst gelesen, hatte ich bisher verpeilt, dieses skandinavische Päckchen, das in München angekommen ist, aufzulisten.

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Ein Päckchen mit Kürbis (und gleich zwei selbstgemachten Kürbisspezialitäten drin) hat den Hamburger Kaoskoch erreicht.

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Ein katastrophales (aber ziemlich gutes) Paket inklusive bunten Puzzleteilen ist bei Mestolo angekommen.

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Zwei Mal musste dieses Päckchen losgeschickt werden, bis es endlich seine Empfängerin erreichen konnte.

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Sogar mit einem Lied wird der Absenderin dieses Päckchens (das unter anderem Humuszutaten und Alkoholika enthält) gedankt.

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Ein ziemlich exotisches Päckchen, bei dem ein Gutteil der Päckcheninhalte erstmal recherchiert werden musste, hat Chilischarf erreicht.

[11.12.] Hurrah - das letzte Päckchen ist gebloggt:
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Eine wurst- und apfellastige Zusammenstellung befindet sich darin - und konnte erst nach der Urlaubsrückkehr gebloggt werden.

Das war der sechste Päckchentausch. Hurrah, alle haben Päckchen bekommen! Hurrah, alle haben Päckchen gebloggt! Das nächste Mal gibt's dann vielleicht eine Erweiterung auf ausländisches Territorium.

USA: Das Essen, sonst so

Von: rosa

Nicht nur in NYC, auch in der amerikanischen Provinz kann man großartig essen. Also: Noch ein weitschweifiger Post mit vielen Bildern. Enjoy!

Wir als Foodfreaks sind ziemlich schnell draufgekommen, dass ein Ort, an dem man gutes Essen bekommt und nette Leute trifft, in den USA die Bauernmärkte sind. So haben wir uns, wo auch immer wir waren, immer nach Wochenmärkten in der Nähe umgesehen. Die waren nämlich wirklich toll: Im Gegensatz zu deutschen Märkten meist komplett ohne "Reseller", die Großmarktgemüse verkaufen, und oft von einer aktiven Community oder einem Verein getragen, die stolz auf lokale Produkte sind. Der absolute Oberspitzenmarkt war der Saugerties (entzückende Kleinstadt! Hatte ich's schon erwähnt?) Farmers' Market im Hudson Valley - als offensichtliche Touristen wurden wir sofort von mehreren netten Einheimischen angequatscht, die ganz aus dem Häuschen waren, dass jemand aus Europa bei ihrem Markt vorbeischaut, und mit Tipps versorgt, und mit Essen (Tomaten, Focaccia, Cookies) für das Abendessen haben wir uns auch eingedeckt. Und was es da alles gab...
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Auberginen! Äpfel!
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Später im Hotelzimmer verspeist: Viele lustige Tomaten mit Focaccia. Ein paar Tomatensamen könnten im Gepäck den Weg nach Europa zurückgefunden haben!

Auf Empfehlung des freundlichen Ahornsirupverkäufers sind wir in Saugerties dann noch zum alten Leuchtturm vorgelaufen (in dem es übrigens zwei B&B-Zimmer gibt):
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Vor dem entzückenden, alten Leuchtturm ein kleiner Ministrand und ein Wahnsinnsblick den Hudson entlang - und wie immer phantastisches Spitzenwetter

Danach noch etwas durch die Straßen mit netten Läden geschlendert (ja, das kann man da! Es gab sogar auch noch andere Fußgänger_innen außer uns crazy Europeans) und im entzückenden Miss Lucy's Kitchen "Eggs Benedict" gegessen:
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An der Ostküste des Hudson befindet sich ja - welch ein glücklicher Zufall! - das CIA. Ihr wisst alle, was ich meine: Das Culinary Institute of America. Nachdem die Studierenden dort als Teil ihrer Ausbildung mehrere Restaurants betreiben, die hervorragend sein sollen und in der Regel längst vorher ausgebucht sind. Wir haben in keinem der Restaurants einen Platz bekommen, und waren in der reservierungsfreien Cafeteria - wo glücklicherweise auch eine ordentliche Speisekarte mit warmem Essen angeboten wird. Das Institut befindet sich in feudalen Gebäuden auf einem riesigen Grundstück mit malerischem Hudson-Blick. Ein lustiges Detail: Wo man gepflegte Parkgärten erwartet, finden sich Gemüsebeete, in den Blumenkübeln Auberginen:
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Lila-weiße Auberginen vor CIA

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Mhmmm! Chicken! Corn! Butter!

Für mich ein halbes Hühnchen, genauer "Roast breast, confit of leg and thigh & fried wing with sourdough bread sauce, Hudson Valley corn & Poblano pepper butter", für S. ein Banh-Mi-Sandwich mit Pommes. Und
als Nachtisch....:

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This is one slice of apple pie!

Köstlichster, warmer Apfelkuchen: Mit dickem, butterigem Mürbteig und säuerlichen, festen Äpfeln: Ein Hochgenuss. Uff. Danach waren wir dann aber auch erstmal ordentlich satt.

Nach unserer Tour durch's Hudson Valley waren wir auf Cape Cod, am Atlantik. Was es dort an der Ostküste (im Gegensatz zu München) natürlich im Überfluss gibt: Seafood, seafood, seafood:

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Farbenfrohes Essen: Hummer auf Pappteller, Coleslaw, flüssige Butter, Pommes, Caesar Salad, 23 Dollar alles zusammen!

Hach: S. sein erster Hummer! Und zwanzig Minuten vorher hatte er noch gelebt! Ich (letzter Hummer auch schon über 15 Jahre her) wusste immerhin noch halbwegs, wie man die Dinger aufkriegt. Mit dem beiliegenden Hummerknacker (das einzige Edelstahlesswerkzeug in dem Laden da) war das aber auch garnicht so schwierig. Einziger Knackpunkt (höhö): Beim Abziehen vom Hummerschwanz vom Körper floss eine merkwürdige Eingeweidesauce aus dem Tier - an sich kein Problem, bei Hummern bin ich da nicht so squeamish - sie hat allerdings wirklich unangenehm geschmeckt, und man musste gut aufpassen, den Resthummer möglichst wenig in die nun im Teller herumsuppende Sauce kommen zu lassen. Vor dem nächsten Hummerabenteuer werde ich die optimale Hummeröffnungsmethode also vielleicht nochmal genauer recherchieren. Ansonsten aber: Köstlich!

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Nicht ganz so super hingegen: Fried Clams, Lobster Roll im Wellfleet Harbor

Wie bei den frittierte Jakobsmuscheln (= scallops), die wir einmal hatten, war ein Großteil der Clams ein bisschen lange in der Friteuse gewesen und schon ein wenig zäh. Kann man mal probieren, muss ich aber nicht öfter haben. Die Lobster Roll haben wir auch nicht kapiert: Sowas (=Weißmehlbrötchen mit kaltem Hummerfleisch in Mayonnaise) ist ja der neue heiße Scheiß, und in New York schießen die Lobster Roll Eateries nur so aus dem Boden. Was am Hummerfleisch in kalt und fetter Sauce auf Pappbrötchen besser sein soll, als frisch und warm und mit Butter, hat sich mir allerdings nicht erschlossen. Vielleicht hatten wir aber auch nur ein außergewöhnlich schlechtes Exemplar erwischt.

Außer den Märkten gab es noch eine weitere Essenseinkaufgelegenheit, der ich unbedingt einen Besuch abstatten musste....

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Kann die Person, die sich dieses großartige Produkt ausgedacht hat, vielleicht mal Consultant bei einer deutschen Supermarktkette werden? Wär super, vielen Dank!

Viel gelesen hatte ich schon von Trader Joe's, einer US-amerikanischen Supermarktkette, die zum Aldi-Nord-Emporium gehört, aber mit Aldi fast nichts gemein hat (bis vielleicht auf ein eher überschaubares Sortiment): Es gibt dort allerlei funky, lustige Produkte, eine gute Auswahl an Obst und Gemüse, wirklich ordentliche Convenience-Produkte mit kaum unnötigen Zusatzstoffen (ca. 10 Hummus-Variationen zum Beispiel), und vieles davon (aber nicht alles) in bio. Ein toller Laden!

Tja. Und außerdem sind uns noch ein paar spannende Dinge aufgefallen, die mehr oder weniger mit Essen zu tun haben. Aber nachdem das hier schon lang genug geworden ist, gibt es dazu (hoffentlich bald) noch einen letzten USA-Post.

DFssgF 6 - Nachmeldung noch möglich!

Von: rosa

Nachdem ich nun schon drei Nachmeldungen erhalten habe, könnt ihr euch bis heute Abend um 18 Uhr noch per Mail für die (kleinere) Nachzügler-Runde anmelden. Regeln sind genau so wie für die anderen.