Archive for November 2008

Himbeeren und Autos

Von: rosa

Also, Katz und Goldt kenne ich ja schon länger durch ihre sehr superen Titanic-Comics. Dass sie auch einen T-Shirt-Laden namens "Rumpfkluft" betreiben, der wirklich lustige T-Shirts vertreibt, hatte ich auch schon mal aus den Augenwinkeln wahrgenommen. Nachdem ich bei ihr mal wieder dran erinnert wurde, wie super und witzig und überhaupt die Dinger sind, habe ich da mal eine Bestellung aufgegeben. Und, hihi, sie sind heute angekommen, und bis auf das American-Apparel-Shirt, das ein büschen komisch sitzt, bin ich hochzufrieden:

1.) Das Foodbloggerinnen-Shirt:

Alles egal. Solange es nur leckere Himbeeren gibt!

2.) Das München-Shirt:

Bin nach Entdeckung dieses Shirts fast hyperventilierend zusammengebrochen: Genau das sage ich ja echt schon seit Jah-ren! Diese vielen Autos hier! Un-er-träg-lich!

Macaroni & Cheese

Von: rosa

Aah, Winter. Was gibt es schöneres, als am ersten Schneetag des Jahres (hier: Gestern) nach ausgiebiger Sportsession und Fahrradfahren durchgekühlt mit Kakao in der Badewanne zu liegen - und danach the comfort food of comfort foods zu kochen: Macaroni Cheese!

In angelsächsischen Ländern ist dieses Essen der große Kinder-Hit und kommt auch bei den meisten Erwachsenen gut an. Seit ich bei mir um die Ecke einen phan-tas-tischen Käseladen entdeckt habe, bei dem ich gelegentlich schon mal versehentlich ein bisschen zu viel Käse kaufe, hab ich ja öfters diverse ganz-bald-zu-verbrauchende Käsereste im Kühlschrank. Gestern hab ich also Cheddar- und Bergkäsereste zu diesem köstlichen Nudelauflauf verarbeitet:

Man nehme, für zwei reichliche Portionen:

Uh - ich muss bei meiner neuen Kamera wirklich dringend mal den Weißabgleich-Knopf suchen

200 g Maccheroni oder ähnliche Nudeln
500 ml Milch, oder - wie im milchfreien Schnuppensuppenhaushalt - 125 ml Sahne und 375 ml Wasser
150-200 g würzigen Käse (Cheddar, Bergkäse, Emmentaler), gerieben, Scheiben tun es aber auch, auf garkeinen Fall tut es fertiggeriebener Billigkäse - man schmeckt die Käsequalität erstaunlich gut durch
Butter, Mehl, Salz, evtl. Brühepulver, Pfeffer, Muskatnuss
Optional: Deko-Tomätchen

Nudeln sehr al dente kochen (normale Kochzeit minus 2 Minuten) und abgießen. Einen großen Esslöffel Butter schmelzen, zwei gehäufte Esslöffel Mehl unterrühren unter ständigem Rühren kurz erhitzen. Die Flüssigkeit schluckweise unterrühren - nicht klumpig werden lassen. Sobald die komplette Flüssigkeit untergerührt und alles einmal aufgekocht ist, den Topf von der Platte nehmen und den Käse hinzufügen. Rühren, bis Käse geschmolzen ist. Abschmecken - darf ruhig sehr kräftig und leicht zu salzig schmecken. Die Nudeln mit der Sauce vermischen - die Mischung wird recht suppig, aber keine Angst, das gibt sich später im Backofen.


Nudeln im käsigen Saucenbad

In eine gefettete Auflaufform schichten, bei Bedarf ein paar dekorative Tomatenscheiben aufbringen - allerdings nicht komplett bedecken, sonst bringt man sich schließlich um die lecker-käsige Kruste. Bei ca. 190 Grad ca. 30 Minuten lang braun backen.


Auflauf vorher

Auflauf hinterher: KÖSTLICH!

Krams 20

Von: rosa

* Beim aktuellen Päckchentausch ist leider immer noch ein Päckchen abgängig - Empfänger Balu ist auch schon ganz verzweifelt, und der Päckchenwichtel hat sich bisher nicht gerührt, um mitzuteilen, ob das Päckchen überhaupt schon abgeschickt wurde. Lieber Päckchenwichtel: Bitte melde Dich! Am besten per anonymem Kommentar bei mir im Blog, nicht, dass wieder was im Spamfilter untergeht.

* Hurrah: DER ERSTE SCHNEE! Ich liebe Winter! Eisige Spaziergänge, dann Tee und Kuchen und Maroni und Bratäpfel.... hach! Mal sehen, welcher Teil meines Balkonkastens diesmal überlebt:

Ich tippe optimistisch auf alles - d.h. Rosmarin, Thymian, Salbei, Erdbeere, Minze - außer die Kapuzinerkresse.

* Diesjährige Quittenausbeute (bislang, heute gab's nämlich wieder so schicke Quitten für nur 2,20 pro Kilo, wer könnte da widerstehen? Ich zumindest nicht.):

Rechts: Quittenbrot (muss noch in Form geschnitten und in Zucker gewälzt werden), Quittengelee (schon fertig), eingefroren: Blanchierte Quittenschnitze für Quittentarte, Quitten-Apfel-Kompott

* Vor ein paar Tagen war ich ja ein büschen krank, nicht richtig, aber halsschmerzig genug, dass ich lieber mal einen Tag zuhause geblieben bin. Das hier gab's als simple Krankenkost:

Fenchel & viel Knoblauch angebraten, Bulgur und Brühe dazu und quellen lassen, Kichererbsen- und Tomatenreste unterheben, mit Olivenöl und Limettensaft abschmecken

* Um, hust, naja:

Ich weiß ja nicht genau, was das mal werden soll, aber eins ist sicher: Es sieht zumindest schonmal unheimlich beschissen aus ("wie Du es magst biologisch"?).

Pumpkin Pie / Kürbiskuchen

Von: rosa



Hurrah: Der aktuelle Blogevent im Kochtopf, den Femnerd ausrichtet (ein Nick übrigens, mit dem auch ich mich prima identifizieren kann) passt ja super zu einem Rezept, das ich schon länger mal kochen wollt und endlich hab ich's geschafft: Pumpkin Pie, bzw. Kürbispastete /-kuchen, also eine Art Tarte mit Kürbis-Frischkäse-Füllung. Von dem habe ich schon oft in amerikanischen Kochblogs gelesen - dort ist das anscheinend ein klassischer Thanksgiving-Nachtisch. In Europa sind süße Rezepte mit Kürbis jedoch so gut wie unbekannt. Andere süße Gemüsekuchen (mit Karotten zum Beispiel) liebe ich, und so einen maroniartigen Hokkaido konnte ich mir super in einem Kuchen vorstellen. Also flugs das Internet befragt, zwei Rezepte vereint (die Füllung: Elises Pumpkin Pie , der Teigboden: Clotildes Pâte Brisée) und leicht abgewandelt.

Und so geht's, man nehme:
Für den Teig:
200 g Mehl
125 g Butter
1/2 TL Salz
2 TL Zucker
1 Ei
ein Schuss kaltes Wasser

Für die Füllung:
500 g mit wenig Wasser zu Brei gekochter Hokkaido-Kürbis
200 ml Sahne
150 g fetter Frischkäse
120 g brauner Zucker
60 g weißer Zucker
2 Eier
1 Eigelb
1/2 TL Salz
2 TL Zimt
1 TL gem. / ger. Ingwer
1/4 TL Muskatnuss
1/4 TL gem. Nelken
1/4 TL gem. Kardamom
1/2 TL ger. Zitronenschale

Zutaten für den Teig verkneten, Wasser nach Bedarf hinzufügen. Eine Form damit auslegen (ich habe eine recht große - Durchmesser 30 cm- flache Form genommen), abdecken, und idealerweise mindestens eine halbe Stunde lang kühlstellen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Zutaten für die Füllung verrühren und auf dem Boden verteilen.


Bei ca. 180 Grad ca. 45 Minuten lang backen - bei einer höheren Form und damit einer höheren Pie verlängert sich die Backzeit vermutlich.

Mindestens 2 Stunden lang auskühlen lassen und mit Vanilleschlachsahne servieren:


Köstlich! Schmeckt durch die Gewürze ziemlich weihnachtlich und passt vor allem prima zu meinem neuen Darjeeling.

Krams 19

Von: rosa

* Ich trink ja meist Darjeeling zum Frühstück, und endlich, endlich habe ich es auch mal geschafft, diesen hier zu bestellen:

Teekampagnen-Darjeeling! Schmeckt ganz köstlich, wartet mit zwischenhändlerfreier, transparenter Preispolitik auf.

* Heißa, meine aller-, allerliebste Fernsehshow geht weiter! Ähm, ich hab ja garkeinen Fernseher, aber glücklicherweise scheint BBC2 nichts gegen die Veröffentlichung bei Youtube zu haben.
Ich würde übrigens sofort alle DVDs kaufen! Gäbe es welche! Bisheriger Höhepunkt der 22. Staffel: Die Folge mit Germaine Greer ("You're of course most famous and celebrated for your work on Celebrity Big Brother 3. So what have you been doing since you got out of the house?"). Die Folge mit dem unfassbaren Russell Brand als Gast-Team-Kapitän durfte leider im Zuge seiner Suspendierung vom Dienst wegen eines Telefonstreichs noch nicht ausgestrahlt werden, aber ich habe die Hoffnung, dass das noch nachgeholt wird.

* Lecker Abendessen, vor ein paar Tagen:

Abendessen, pre-assembly: Mittig die Vorspeise (Wasabierbsen), die Penne wurden kurz darauf mit etwas Sahne und Muskat und den gerösteten Kürbisspalten durchgeschwenkt, zum Anrichten dann Speck drüber und einen Spritzer Zitronensaft

* Lecker Markteinkauf am Samstag:

Alles meins, für 9,60€: Freilandtomaten (die Letzten!), Kartoffeln, rote Beete, Walnüsse, Birnen, Petersilwurzel, Sauerkirschen und Salzgurken.

* Apropos Salzgurken: Neulich war ich mal in diesem recht neuen Manufactum-Feinkostladen, der in allerschickster Münchner Lage links neben Dallmayr aufgemacht hat. Und naja: Wie im Hamburger Manufactum schreckt mich erstmal ja schon der gorillahafte Türsteher im schwarzen Anzug ab, der meine unstandesgemäße Kleidung auch gleich kritisch mustert. Dann aber gleich der erste Heiterkeitsmoment: Auf dem allerersten Tisch ganz vorne stehen nämlich Salzgurken! Aus Polen! Und mein (in Polen geborener) Vater hat früher immer ganz glänzende Augen bekommen, wenn er mal irgendwo eine Salzgurke ergattern konnte - die gab es in Norddeutschland nämlich nicht so häufig. Aber, ach ja, der Witz: Ein schrabbeliges Glas polnische Salzgurken kostet im Münchner Manufactum 9,80 Euro. Haha! Das Glas wär mir ja fast aus der Hand gefallen. Gerade nochmal gut gegangen: Ich möchte ja nicht wissen, was der Türsteher dann mit mir gemacht hätte. Auf dem Markt gibt es polnische Salzgurken (und Gewürzgurken) übrigens für 1,50 €.

Zum Koreaner, München

Von: rosa



Da habe ich gerade wehgeklagt, dass es in München einfach viel zu wenige gute, günstige, schnelle "ethnic" ("ethnische"? Nein. Fremdländisch kochende halt) Imbisse gibt. Aber ein paar wenige gibt es doch, und einen meiner Lieblinge wollte ich schon länger mal vorstellen: "Zum Koreaner"! Wie man auf der Webseite nachlesen kann, gibt es in München ein gleichnamiges, dazugehöriges und eher teueres Restaurant (ist sogar bei mir um die Ecke in Neuhausen) - da war ich aber noch nie - und den superobertollen Imbiss. Beides wird laut Webseite von einem deutsch-koreanischen Paar geführt. Im Imbiss werden folgerichtig zögerliche Fleischesserinnen wie ich damit beruhigt, dass das Fleisch aus dem Chiemgau stammt - was zumindest schonmal auf nicht allerschlimmstes Billigfleisch hindeutet.
Man muss an der Theke bestellen und sein Essen, das bei Fertigstellung lauthals ausgerufen wird, selbst abholen - dafür geht es schnell, selten muss man mehr als 5 Minuten warten.

Zwar arbeite ich nicht mehr um die Ecke vom Imbiss wie noch vor einem halben Jahr - komme allerdings auf meinem täglichen Nachhauseweg fast da vorbei. Wenn ich mal richtig ausgehungert bin, und wirklich keine Lust oder Zeit zum Kochen habe, mache ich da oft einen Abendessens-Zwischenstopp. Das Essen kostet um die 5 Euro pro Hauptgericht, neben dem legendär-köstlichen Schweinebauch finde ich noch die Tofueintöpfe und das Kimbap toll, Banchan, einen gemischten Teller mit kalten Vorspeisen, gibt es auch. Wunderschöne Bilder und einen Einblick in die koreanische Küche findet man im Blog der großartigen Robyn, zum Beispiel hier.

Wer nicht mit koreanischem Essen vertraut ist: Eine der Grundlagen, was auf einer gedeckten Tafel nie fehlen darf, und von Exilkoreanern wohl am schmerzlichsten vermisst wird, ist: Kimchi! Fermentierter Chinakohl mit viel, VIEL Chili. Köstlich und süchtigmachend und äußerst wohltuend. Wenn ich einen verrenkten Magen hatte, hat Kimchi ihn bisher immer zuverlässig in Ordnung gebracht.

Neulich also mal mit Münchenbesuch beim Koreaner gewesen (hat ihn hoffentlich gebührend beeindruckt!), und meine kleine Digitalkamera mitgenommen:

Zu Essen hatten wir eine kleine Schale Kimchi (2,60), den phänomenalen Schweinebauch (4,60) und einen höllisch-heißen Eintopf mit einem ganzen Seidentofu-Block als Einlage (~5). Dazu lecker Bier:


vorne: fast vom Weißkohlsalat begrabener Schweinebauch; links: Kimchi; geradeaus: Tofueintopf; rechts: Bierchen; ganz hinten: Beeindruckter Münchenbesucher

Es war köstlich, und gerade an kalten Winterabenden kann ich mir fast kein besseres Essen vorstellen.

Zum Koreaner, Webseite hier.
Amalienstr. 51. (U3/U6 Universität)
80799 München
Öffnungszeiten (lt. Webseite):
Werktags 9:00-22:00 Uhr
Wochenende und Feiertags ab 11:00-22:00 Uhr