Da habe ich
gerade wehgeklagt, dass es in München einfach viel zu wenige gute, günstige, schnelle "ethnic" ("ethnische"? Nein. Fremdländisch kochende halt) Imbisse gibt. Aber ein paar wenige gibt es doch, und einen meiner Lieblinge wollte ich schon länger mal vorstellen: "
Zum Koreaner"! Wie man auf der
Webseite nachlesen kann, gibt es in München ein gleichnamiges, dazugehöriges und eher teueres Restaurant (ist sogar bei mir um die Ecke in Neuhausen) - da war ich aber noch nie - und den superobertollen Imbiss. Beides wird laut Webseite von einem deutsch-koreanischen Paar geführt. Im Imbiss werden folgerichtig zögerliche Fleischesserinnen wie ich damit beruhigt, dass das Fleisch aus dem Chiemgau stammt - was zumindest schonmal auf nicht allerschlimmstes Billigfleisch hindeutet.
Man muss an der Theke bestellen und sein Essen, das bei Fertigstellung lauthals ausgerufen wird, selbst abholen - dafür geht es schnell, selten muss man mehr als 5 Minuten warten.
Zwar arbeite ich nicht mehr um die Ecke vom Imbiss wie noch vor einem halben Jahr - komme allerdings auf meinem täglichen Nachhauseweg fast da vorbei. Wenn ich mal richtig ausgehungert bin, und wirklich keine Lust oder Zeit zum Kochen habe, mache ich da oft einen Abendessens-Zwischenstopp. Das Essen kostet um die 5 Euro pro Hauptgericht, neben dem legendär-köstlichen Schweinebauch finde ich noch die Tofueintöpfe und das
Kimbap toll,
Banchan, einen gemischten Teller mit kalten Vorspeisen, gibt es auch. Wunderschöne Bilder und einen
Einblick in die koreanische Küche findet man im Blog der großartigen
Robyn, zum Beispiel
hier.
Wer nicht mit koreanischem Essen vertraut ist: Eine der Grundlagen, was auf einer gedeckten Tafel nie fehlen darf, und von Exilkoreanern wohl am schmerzlichsten vermisst wird, ist:
Kimchi! Fermentierter Chinakohl mit viel, VIEL Chili. Köstlich und süchtigmachend und äußerst wohltuend. Wenn ich einen verrenkten Magen hatte, hat Kimchi ihn bisher immer zuverlässig in Ordnung gebracht.
Neulich also mal mit Münchenbesuch beim Koreaner gewesen (hat ihn hoffentlich gebührend beeindruckt!), und meine kleine Digitalkamera mitgenommen:
Zu Essen hatten wir eine kleine Schale
Kimchi (2,60), den phänomenalen
Schweinebauch (4,60) und einen höllisch-heißen
Eintopf mit einem ganzen Seidentofu-Block als Einlage (~5). Dazu lecker
Bier:
vorne: fast vom Weißkohlsalat begrabener Schweinebauch; links: Kimchi; geradeaus: Tofueintopf; rechts: Bierchen; ganz hinten: Beeindruckter Münchenbesucher
Es war köstlich, und gerade an kalten Winterabenden kann ich mir fast kein besseres Essen vorstellen.
Zum Koreaner, Webseite
hier.
Amalienstr. 51. (U3/U6 Universität)
80799 München
Öffnungszeiten (lt. Webseite):
Werktags 9:00-22:00 Uhr
Wochenende und Feiertags ab 11:00-22:00 Uhr