Schweinsbratentesting, Teil 3

Von: rosa

Gerade erst Kässpätzle getestet, kam kurz nach dem Blogpost die Mail einer Lieblingsbloggerin, die vehement einen gemeinsamen Schweinsbratentest eingefordert hat. Die letzten beiden (Teil 1, Teil 2) sind ja auch schon ein bisschen her, außerdem, wann kann man so viel Schweinsbraten essen wie im kalten Winter, wir haben sofort zugesagt. Der S. und der Engländer waren auch noch dabei, so waren wir zu viert und haben die drei Schweinsbraten dann auch locker aufgegessen.

Los ging es im wundervollen Kloster in Haidhausen. Ein gemütliches Kneipenrestaurant mit sympathisch-entspanntem und duzendem Personal, in einer der schönsten Straßen Münchens (finde ich), und Biofleisch gibt es auch oft. Der Schweinsbraten war leider nicht bio, außerdem - eine ulkige Premiere - gab es keinen Krautsalat dazu, sondern Rotkohl. Rotkohl!
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Keine Kruste, zwei kleine Knödel

Hmmjoa: Das Blaukraut war recht gut und selbstgemacht, der S. fand es etwas stark gewürzt. Die kleinen Knödel sahen sehr vielversprechend aus - hatten jedoch, da waren wir uns einig, leider einen seltsam-seifigen Beigeschmack, wir haben alle 2-3 Happen probiert, aber den Rest liegenlassen. Das Fleisch war wirklich sehr fein, und auch die Sauce ausgewogen-schmackhaft. Die Kritikpunkte also: Nur mittelgutes Blaukraut, garkeine Kruste am Fleisch, und die Knödel waren fast unessbar - da hatten wir vermutlich einfach Pech, in der Regel schmeckt's im Kloster nämlich. Insgesamt trotzdem nur:
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24 Punkte!

Danach wollten wir ins Hofbräuhaus, das Essen da soll schließlich, wie schon mehrfach in meinen Kommentaren erwähnt, garnicht schlecht sein. Letztes Mal sind wir an den grölenden Horden am Eingang gescheitert, diesmal gleich in den ersten Stock ins Stüberl hinaufgegangen, dann noch die große Halle im zweiten Stock probiert. Jedoch: Obwohl viele, viele Plätze frei waren, wurden wir mit "ois voll" wieder rausgeschickt. Dammit, wieder nix! Da waren wir also, um halb acht - beste Abendessenszeit - mitten in der Münchner Innenstadt und brauchten Schweinsbraten und Platz für vier. Der Paulaner im Tal, an dem wir schonmal gescheitert waren, weil um 5 nach 10 die Küche zu hatte, war voll, das Weiße Bräuhaus ebenso, dann ist uns gottseidank aber noch der Sedlmayr eingefallen. Der ist fast am Viktualienmarkt und soll wirklich anständige Küche haben. Ein paar freie Plätze gab es auch noch, und die knarzig-bayerische und entspannte Bedienung hatten wir gleich alle ins Herz geschlossen. Maggi gab es auf dem Tisch, und Schweinsbraten in der Karte und bald auch auf dem Teller:
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Des is a Draum!

Ein Traum von einem Schweinsbraten! Großes Stück herrliche Kruste, das Fleisch wirklich fein, die Sauce herrlich, der Knödel zart, der Krautsalat frisch-knackig und kümmelig mit nicht zu viel Speck. Tolles, trübes Kellerbier gab es auch. Wir waren im siebten Schweinsbratenhimmel:
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37 Punkte, zwei mal sogar die Höchstpunktzahl, und der feste Vorsatz aller Beteiligter, bald wiederzukommen und den Rest der Speisekarte durchzuprobieren!

Danach ging es zum bei uns Neuhausenern und Ex-Neuhausenern beliebten Klassiker: Dem Jagdschlössl am Rotkreuzplatz:
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Can you spot the miniature Krustenstück?

Hmmnaja: Wir gehen ja recht oft ins Jagdschlössl, und meist ist die Küche recht gut - es gibt aber auch so Abende, an denen der übliche Koch nicht da zu sein scheint, und an denen das Essen deutlich schlechter und liebloser angerichtet ist als sonst.
So einen Abend schienen wir erwischt zu haben: Die Sauce angedickt, was oft ein Hinweis auf Convenience-Beigaben ist (normalerweise gibt es klaren Bratensaft!), nur ein winziges Krustenstücklein (sonst gibt's immer mehr!), zwei dünne und etwas flachsige Scheiben Fleisch (normalerweise mehr und besser!) der Knödel zu fest (na gut, das ist sonst genau so). Beim Krautsalat gab's aber nix zu meckern, der S. bemerkte, dass er schon etwas länger durchgezogen ist, als der beim Sedlmayr, und mir war vielleicht fast zu viel Speck drin - aber das sind Feinheiten. Insgesamt: Ordentlich, aber nicht überragend:
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28 Punkte, wie bei den Kasspatzn liegt das Jagdschlössl im soliden Mittelfeld!

Danach mussten wir schnell weg und haben die Münchenbesucher gen S-Bahn verabschiedet, das aktuelle Hobby von S. fordert schließlich ein, dass wir spätestens um kurz nach zehn in der Nähe zumindest eines Internets sind.

Das war der nun schon dritte Schweinsbratentest! Auch diesmal gibt es mit dem Sedlmayr einen glasklaren Sieger, interessant, dass die bisherigen Sieger - Franziskaner, Fraunhofer, und der Sedlmayr - alle eher im Stadtzentrum zu finden sind. Ilse hat angeregt, doch mal den Schweinsbraten auf dem Land zu testen - das nehmen wir dann im Sommer dann gerne mal in Angriff.

Ilse war mit dem Bloggen übrigens schneller als ich, ihre Perspektive des Schweinsbratentests könnt ihr hier nachlesen.

Kässpätzle-Testing in München

Von: rosa

Nach den erfolgreichen und beliebten Schweinsbratentests (Teil 1, Teil 2) und dem Burgertesting wurde ich neulich von den Musikmachkumpels, die auch schon beim Burgertesting dabei waren, mit einer neuen Aktion beschenkt: Käsespätzle-Testen! In München werden die Dinger auch Kasspatzn genannt (jemand, der flüssiger Bayerisch kann, möge das ggf. korrigieren), und sind in den typischen Münchner Wirtschaften die vegetarische Alternative, auf die man so gut wie immer bauen kann.

[Edit: Wie mir inzwischen freundlich von der Allgäuer Sprachwacht mitgeteilt wurde, heißt es Kasspatz(e)n oder Kässpätzle, KEINESFALLS jedoch Käsespätzle, das sagen nur Preußen! Ich bin zwar "Preußin", zumindest nach der vagen bayerischen Definition, die quasi alle deutschen Nichtbayerinnen umfasst, beuge mich jedoch natürlich - liebe Kinderlein, das lernt man ganz schnell nach Überschreiten der bayerischen Grenzen, dass da Widerspruch garkeinen Sinn macht - dem höflich angemahnten Sprachdiktat.]

Vorher dachte ich so: Ich mag zwar Käsespätzle, aber ein Test ist doch wohl booooring, was kann man an Kässpätzle denn bitte falsch machen? Ich sollte aber durch die wirklich sehr unterschiedlichen Käsespätzle-Zubereitungen eines Besseren belehrt werden. Meine große Befürchtung, dass uns diese grausigen, krümeligen Gastro-Röstzwiebeln auf den Spätzle erwarten würden, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet - es gab überall anständige Zwiebeln.

Los ging es im Jagdschlössl am Rotkreuzplatz, wo ich regelmäßig Käsespätzle esse und sie wirklich gut sind:
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Nicht "saucig" sondern eher trocken, ordentlich Knöpfle, und ein etwas schnarchiger Wirtshaussalat, unter den zwei Monstersalatblättern verbirgt sich vor allem Essig-Gemüse

Die Käsespätzle waren wie immer, und ich fand sie super: Ordentlicher Käse, perfekte Menge an Röstzwiebeln, gute Spätzle. Bemängelt wurden von meinen Mitstreitern jedoch, dass sie gerne mehr Käse gehabt hätten. Und der Salat - sorry, der war nix, nur der kleine Klacks hausgemachter Kartoffelsalat konnte überzeugen, aber Essiggemüse und lahmes Joghurtdressing, srsly?

Die Bewertung:
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30 Punkte, man will ja auch nicht zu hoch einsteigen, wer weiß, was da noch kommt!

Dann ging es mit der U1 ins hippe Glockenbachviertel und die eher unhippe Augustiner-Wirtschaft Burg Pappenheim, in der der T. schonmal großartige Käsespätzle gegessen hatte.
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Es ist dunkel, im Kerzenschein sind Käsespätzle und Salatteller zu erahnen

Erstmal mussten schnell noch Biere getrunken werden, schließlich war dies die zweite Augustiner-Wirtschaft, und wir wussten nicht, welches Bier uns in der dritten Wirtschaft so erwarten würde.
Der Salatteller war großartig, kühl und knackig, mit einem köstlichen Dressing mit Senf- und leichter Merrettich-Note. Bei den Spätzle teilten sich die Meinungen: Während die Röstzwiebeln ganz gut waren, die Spätzle ebenso, und auch die drüber gestreuten Frühlingszwiebeln einhellig als "frische Note" gelobt wurden, gab es beim Käse Dissens: Ich mochte ihn garnicht, er war sehr salzig, so salzig, dass ich die komplette Portion nicht hätte essen mögen. Der Käse schmeckte außerdem recht scharf und war sauciger als im Jagdschlössl, was bei mir den Verdacht aufkommen ließ, dass hier kein reiner Käse sondern eine zusammengepanschte Mischung verwendet wird. Die anderen mochten den intensiven Geschmack jedoch, und gelobt wurde vor allem, dass es mehr Käse als im Jagdschlössl gab.

Insgesamt:
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33 Punkte, aber keine Einigkeit!

Weiter ging es in den Haidhausener Klinglwirt, den ich schon länger wegen des hochgelobten Bio-Schweinsbratens besuchen wollte (wir müssen dringend mal wieder ein Schweinsbratentesting machen - anyone?). Weniger beeindruckte uns, dass man auch unter "Kontakt" auf der Webseite keine Adresse herausbekommen konnte - dazu muss man auf die Facebook-Seite schauen. Wir haben mit geballter Medienkompetenz den Klinglwirt aber trotzdem gefunden, und das obwohl der S. mit seinem Smartphone neuerdings keine große Hilfe mehr ist, weil er unterwegs nur noch Augen für Portale hat.
Es gab im Klinglwirt zwar nur Spinatspätzle auf der Karte - weil der Spinat aber vor allem färbt und kaum rausschmeckt, haben wir uns entschieden, dass wir das Ganze in unsere hochwissenschaftliche Testreihe aufnehmen dürfen:
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Geschmolzene statt knuspriger Zwiebeln, und grüne Spätzle.

Und iiek, im Klinglwirt gibts Löwenbräu! Aber gottseidank wurde das abendliche Bierpensum ja schon im Jagdschlössl und der Burg Pappenheim getrunken.
Statt knusprig ausgebackener gab es diesmal geschmolzene Zwiebeln. Das fanden wir alle gut und sie haben auch gut geschmeckt, leider war nur ein viel zu kleines Teelöffelchen davon auf dem Riesenberg Spätzle zu finden. Die Spätzle selbst waren sehr gut und recht fluffig. Der Käse allerdings - ganz im Gegensatz zur Burg Pappenheim - von der Menge her zwar OK, dafür fast vollkommen geschmacksfrei! Ein Wunder wie sie das hinbekommen haben, wir wollten alle ordentlich nachsalzen, mehr Käsegeschmack hätte das jedoch auch nicht gebracht. Das Salätchen war in Ordnung, leider hat beim Honig-Senf-Dressing der Honig reichlich vorgeschmeckt, wovon niemand in der Runde begeistert war.
Als Faux-Pas ist noch zu nennen, dass ein paar Happen einen deutlich fischigen Beigeschmack aufwiesen - wurden da etwa die Spätzle in der Fischpfanne warmgemacht?

Der Nachtisch (köstliche, warme Schokoküchlein mit warmen Beeren und Vanilleeis) und die superfreundliche Bedienung haben uns mit dem Klinglwirt übrigens glücklicherweise wieder versöhnt, so dass er immer noch auf der Liste der hoffnungsvollen Schweinsbratenlocations verbleibt.

Bewertet wurden aber nur die Käsespätzle:
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Nur 21 Punkte und der letzte Platz - sorry!

Insgesamt gewonnen hat die Burg Pappenheim, mein Favorit bleibt das Jagdschlössl, aber ohne Beilagensalat - überraschend jedoch, wie unterschiedlich ein so einfaches Gericht zubereitet werden kann.

(D)FssgF 8 - die Zusammenfassung

Von: rosa

Diesmal habe ich das allererste Paket bekommen - und auch schon gebloggt. Inzwischen ist aber auch das zweite eingetroffen, höchste Zeit, mit der Zusammenfassung anzufangen:

[15.11.2012]
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Woohoo - das erste Päckchen, das vor allem mit Selbstgemachtem in wirklich außergewöhnlicher Verpackung aufwartete, war nämlich für michmichmich, kein Wunder, nachdem Karin so gut organisiert war, dass sie es schon Samstags zur Post bringen konnte.

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Die Kochbloggerin ist die zweite - und in ihrem Päckchen ist eine große Auswahl ziemlich ausgefallener und ebenfalls vorwiegend selbstgemachter Dinge zu bestaunen.

[17.11.]
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Auch Ulrikes Päckchen ist inzwischen angekommen - und enthält, was ich noch nie beim Päckchentausch gesehen habe: Eier aus Eigenproduktion! Und außerdem noch weitere Thüringer Köstlichkeiten.

[18.11.]
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Auch Sus hat viele spannende Sachen bekommen - Münchnerisches, aber auch persönlich aus Brasilien importierte Guavenpaste.

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Ein Glück, dass Petra so gerne Fleisch isst - da kommen der Schwartenmagen und die anderen Goodies aus Ihrem hessischen Paket gerade recht.

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Schon das zweite Mal Kürbis-Ketchup (das Trendgeschenk 2012?) und Anderes gab es für Foodina in ihrem Potsdamer Päckchen.

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Ein Paket voll mit Italienischem ist bei der "Süssen Hex" angekommen.

[20.11.] Da hab ich extra noch einen Tag gewartet, trotzdem bleibt es bei einem einzigen Päckchen, das heute ergänzt werden kann - habt ihr Schlawiner alle erst am Deadlineende verschickt, hm?

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Hesting hat eine nette, österreichische Zusammenstellung bekommen, die den Transport leider nicht ganz komplett überlebt hat - ansonsten aber perfekt gewählt ist.

[22.11.] Juhu, mehr Päckchen:
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Aus der nebligen Tristesse wird Ilse vom Fresspaket mit Nürnberger Spezialitäten und selbstgemachten Pesti (ist der korrekte Plural von Pesto, ne?) errettet.

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Tina ist gerade aufs platte Land gezogen, und so kommt das Päckchen mit exotischen Spezialitäten wie Galgant und Tomatillo, die man dort ja nicht an jeder Ecke kriegt, gerade recht.

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Leider doch etwas lang unterwegs (diesmal ein generelles Paketproblem? Mir scheint, die brauchen alle extra-lang dies Jahr, und eine kleine DHL-Katastrophe haben wir auch schon) aber doch noch größtenteils wohlbehalten war Schnickschnackschnucks Paket mit einem bunten Sammelsurium und sogar einem Adventskalender drin.

[24.11.] Zum Wochenende ist endlich ein großer Schwall Pakete angekommen und gebloggt worden:

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Adelhaids Päckchenschickerin hat eine wirklich gute Erklärung für die kleine Verspätung und lässt Adelhaid mit einem Sektchen an ihrer Hochzeit teilhaben - ansonsten beeindruckt das Päckchen durch viele Leckereien und - massenweise Knackfolie.

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Ein schon ziemlich weihnachtliches Päckchen mit Bier ist bei der Chaosqueen angekommen.

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Ein Paket mit Freiburger Köstlichkeiten und einem Lieblingsbrotaufstrich hat Petra erreicht.

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Oldenburger Leckereien samt Ostfriesentee und Kandis haben sagenhafte 832 Kilometer bis nach München erfolgreich zurückgelegt.

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Über den Lieblingsfußballverein sind sich Päckchenverschickerin und -empfängerin schonmal einig - und auch die übrigen Hamburger Spezialitäten kommen in München prima an.

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Gerade wurden Kochbücher zur asiatischen Küche gekauft - da kommt das Päckchen mit exotischen Zutaten Snugg gerade recht.

[26.11.]
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Eine bunte Auswahl regional-berlinerisches ist bei Coconut & Vanilla angekommen.


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Aus dem Münchner Sammelsurium, das ich nach Münster geschickt habe, kam offensichtlich vor allem das Bier gut an.

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Vor allem eine große selbstgemachte Plätzchenauswahl - und so gut verpackt! - hat Rike erreicht.

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Der Postmann hat nicht nur zweimal geklingelt, das Päckchen war auch schon zum zweiten Mal vor Lillys Haustür - diesmal ist es glücklichweise ausgeliefert worden und entzückt mit norddeutschen Leckereien.

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Löffel und Löffelchen freuen sich über eine bunte Zusammenstellung aus dem Schwabenländle.

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Auch Pe hat Spaß beim Päckchentausch bei dem sie mit Norddeutschem wie einer großen Marzipanauswahl beschenkt wurde.

[2.12.] Immer noch nicht die letzten Päckchen, wo bleiben denn die letzten zwei? Hier aber schonmal:
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In Berlin ist ein Sammelsurium angekommen

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Petra hat die Düfte Asiens per Päckchen bequem nach Hause geliefert bekommen.

[5.12.] Kurz vor Nikolaus, und juhu, ich kann mich sorgenlos in die Vorweihnachtszeit stürzen, die letzten beiden Päckchen sind gebloggt:
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Bei mutant ist ein Münchner Päckchen samt obligatorischem Pfister-Brot, Belper Knolle, und weihnachtlichem Kärtchen angekommen.

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Ganga war die einzige Teilnehmerin von außerhalb Deutschlands - und obwohl ihr Päckchen mit winterlichen Goodies ganze zwei Wochen lang unterwegs war, hat zum Glück alles den Transport augenscheinlich gut überstanden.

That was it - der nunmehr achte Päckchentausch! Kriegen wir die zehn noch voll, was meint ihr?

(D)FssgF 8 - mein Päckchen ist da!

Von: rosa

Als voll Berufstätige ist der Empfang von Überraschungspäckchen ja gleich doppelt aufregend: Einmal: Was wird wohl drin sein? Vor allem aber: Und wann werde ich es an welchem merkwürdigen Ort abholen können, und wieviel Tage zu spät und wie werde ich diesmal wohl davon erfahren?
Die zweite Frage hat sich diesmal aber erfreulich simpel geklärt: Der Paketbote hat das Päckchen kurzerhand auf den Briefkästen abgestellt! Gottseidank scheint keiner unserer Nachbarn zur päckchenklauenden Sorte zu gehören, und ich konnte es Abends einfach mitnehmen.

In der Wohnung dann, natürlich sofort alles ausgepackt:
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Und drin sind:
* Kekse im Becher, leider schon leicht angekrümelt, nichtsdestotrotz ein wirklich lecker aussehendes Potpourri
* Reagenzglasfläschchen mit Eierlikör (mhmmm!) und Zitronen-Ingwer-Sirup (köstlich und lustig, genau den hab ich letztes Jahr auch bekommen) - sind die eigentlich homemade?
* Sesamöl mit Garam Masala - abgefahren, hat jemand Rezeptvorschläge? Meine erste Idee wäre, das in lauwarmem Bulgur-Kirchererbsen-Gemüse-Salat unterzubringen - any other ideas?
* Chutney mit Birne, Ingwer und Cranberries

Und auf jeden Fall habe ich jawohl noch niemals etwas so aufwendig und durchdacht Verpacktes bekommen - richtig beeindruckendes Kunsthandwerk, schaut euch bloß mal die kleinen Schilderlein an, hach! Und dabei war auch noch eine raffinierte Weihnachtskarte mit Steckverschluss. Ich habe für sowas ja weder Talent noch Geduld.
Vielen Dank an die "Süsse Hex" Karin - ich hab mich sehr gefreut!

(D)FssgF 8

Von: rosa

Juhu, endlich wieder Fresspakete! Wie immer in der tristen Vor-Vorweihnachtszeit organisiere ich einen lustigen Fresspaketetausch.
Und Alter, bin ich ist mein Blog alt: DFssgF geht hiermit schon in die achte Runde.

Diesmal lasse ich an dieser Stelle das schon arg angestaubte Logo weg - ihr dürft es aber natürlich gerne bei euch im Blog verwenden. Oder vielleicht mag sogar jemand ein Neues basteln?
EDIT: Hurra, es gibt ein neues Logo, vielen Dank José
EDIT2: Hmm, wegen Copyrightbedenken doch vorerst kein neues Logo.
EDIT3: So, hier isses, schick geworden, oder? Ihr könnt es gerne mitnehmen und eure Blog(post)s damit verzieren:
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Auch diesmal darf - obwohl letztes Jahr dann doch ausschließlich Leute mit deutscher Postadresse dabei waren - die ganze Welt sich anmelden und Päckchen schicken, juhu! Der Rest der Abkürzung - "Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete", bleibt. Damit gibt es das Risiko, dass ihr mehr Porto bezahlen müsst - ein Maxibrief mit bis zu einem Kilo kann jedoch schon für 7 Euro weltweit verschickt werden, das fand ich noch vertretbar. Weitere Versandideen dürfen gerne in den Kommentaren ausgetauscht werden.

Ansonsten hier der Rest des Regelwerks:

* Bei 40 Teilnehmenden ist Schluss, und wer zuerst mailt, ist dabei.

* Mitmachen kann, wer ein eigenes Blog hat - es muss kein Foodblog sein, sollte aber zumindest ein bisschen Essenscontent und nicht nur Werbe- bzw. "Produkttest"-Posts enthalten. Im Zweifelsfall werde ich diktatorisch entscheiden, ob es passt.

* Ihr mailt mir Namen, eine Postadresse und Blog-URL bis zum Freitag, den 9. November, 18 Uhr : rosa an schnuppensuppe.de .
Solltet ihr Abneigungen oder Unverträglichkeiten haben (z.B. vegetarisch, zuckerfrei), die nicht allzu schwer zu erfüllen sind, bitte ruhig erwähnen, ich werde das weitergeben. Ich schicke eine kurze Bestätigungsmail - was allerdings auch mal 2 Tage dauern kann. Falls keine ankommt, hinterlasst unten bitte einen Kommentar.

* Zu kompliziert wird mir das allerdings, wenn auch noch die Päckchenversender Sonderwünsche anmelden ("ich muss un-be-dingt meinen Schinken loswerden und kann deshalb auf gar-kei-nen Fall ein Päckchen an Vegetarier schicken!"), bitte entschuldigt!

* Ich lose dann die Leute einander zu und maile Euch eine Adresse, an die Ihr Euer Päckchen schicken sollt. Ich versuche, das so hinzubiegen, dass die Päckchenpartner nicht aus der gleichen Region stammen. Außerdem sollen es andere Päckchenpartnerinnen als bei den letzten Malen werden. Ich schicke auch die Blog-URL mit, damit man sich schon mal informieren kann, was für einen Geschmack die zu beschenkende Person wohl haben mag.

* Päckchen packen: Um einen groben Anhaltspunkt zu geben, schlage ich vor, dass so 4-6 essbare Goodies im Wert von ca. 10-15 Euro enthalten sein sollten.
Ich würde außerdem empfehlen, nicht ausschließlich verderbliche Sachen wie Brot, Käse, Wurst zu versenden - es kann schließlich vorkommen, dass Päckchen schonmal mehr als sieben Tage auf dem Weg zum Empfänger brauchen, und zwischendurch auch nicht immer kühl gelagert werden. Wenn ihr nicht komplett auf heikle Dinge verzichten wollt (die meisten Päckchen sind schließlich spätestens nach 3 Tagen da, und BrotKäseWurst sind oft besonders gute regionale Leckereien!), packt diese wenigstens gut ein, damit eventueller Gammel nicht auf die übrigen Goodies übergreifen kann.

* Damit ich nicht monatelang hinter Päckchen hermailen muss, bitte ich euch, die Päckchen spätestens am Montag, den 19.11. abzuschicken.

* Sobald ihr ein Päckchen bekommen habt: Freuen, möglichst schnell bloggen (mir Link mailen) und essen!

* Eventuell werde ich später die Zusammenfassung mit Bildchen versehen - falls ihr nicht einverstanden seid, dass ich einen Thumbnail Eures Päckchenphotos im Zusammenfassungspost veröffentliche, teilt mir das bitte bei der Anmeldung mit.

* Adressen behandle ich natürlich vertraulich, speichere sie auf meiner verschlüsselten Festplatte, verkaufe sie nicht weiter, etcetera. Wer Klarnamen und Privatadresse nicht preisgeben mag, kann natürlich auch teilnehmen, es gibt ja zahlreiche Anonymisierungsmöglichkeiten, die auch alle schon genutzt wurden: An Freunde / Bekannte / den Arbeitsplatz kann man z.B. schicken lassen, oder eine Packstation nutzen.

* Ihr dürft gerne bei euch im Blog Werbung für den Päckchentausch machen!

* Zum Stöbern gibt es hier die Zusammenfassungen vom ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten, und siebten Päckchentausch.

EDIT: Mails sind raus! So viele Petras dabei, wie noch nie, ich hoffe, ich habe nix durcheinandergebracht!

Essen in Finnland

Von: rosa

Ich habe ja schon angedeutet, dass die finnische Küche einige Merkwürdigkeiten bereithält, die selbst in kulinarisch gut informierten Kreise (zu denen ich uns jetzt einfach mal rechnen würde) eher unbekannt sind.

Ein bisschen waren wir zum Glück schon vorbereitet, die finnischen Freunde haben schon ein paarmal Dinge gekocht, von denen wir vorher noch niemals gehört hatten, und dessen Zubereitungsbeschreibungen uns auch eher die Nasen rümpfen ließen.

Außer den hier beschriebenen Spezialitäten fallen noch ein paar andere Sachen auf:
Finnen stehen total auf Lakritz (hihi, "Lakritsi") und Salmiak (hihihi, "Salmiakki"), die Auswahl ist groß und die Qualität prima.
In den Supermärkten finden sich kaum "Kraft"- oder "Nestle"-Produkte, sondern vor allem hier unbekannte, finnische Marken.
"Fazer" heißt die große, finnische Süßigkeitenfirma - und nicht nur die Fazer-Salmiakki sind gut, auch die Schokoladen sind garnicht schlecht, sie schmecken deutlich weniger süß als deutsche Supermarkt-Ware. Roggenfladenbrot ist sehr beliebt und gut, und gegessen werden ansonsten vor allem Dinge, die auch im langen und kalten Winter noch verfügbar sind: Fleisch, Kartoffeln, Milchprodukte, Wurzelgemüse, Getreide.

Also, was isst man denn so in Finnland?

Vorschmack:
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Auch ein besser ausgeleuchtetes Bild würde nicht machen, dass es appetitlicher aussieht: Vorschmack ist der braune Klumpen vorne links auf dem Teller, dazu gehackte Zwiebeln, Gürkchen, rote Beete, Schmand und Kartoffelbrei im saucoolen Seahorse in Helsinki

Ja, diese finnische, bolognese-artige Hackfleischsauce heißt wirklich "Vorschmack", der Legende zufolge hat der finnische Volksheld und Hitler-Sympathisant Mannerheim das Rezept von einer Reise aus Osteuropa mitgebracht.
Was ist es? Vor allem bizarr: Ein Eintopf aus Rinderhack, Lammhack, Anchovis (!) und gefleischwolftem Hering (!!), stundenlang zu einer dicken, sehr würzigen Sauce verköchelt. Von M. und A. mit Blini (also Buchweizenpfannkuchen), saurer Sahne, gehackten Zwiebeln, roten Beeten und sauren Gurken serviert. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus köstlich, vor allem mit den süß-sauer-scharfen, knackigen Beigaben.


Karelische Piroggen:
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Handmade by M.: Karelische Piroggen, hier serviert mit Eibutter an Salätchen.

Karelische Piroggen hatte die Karelierin M. schonmal selbst gebacken und uns netterweise welche abgegeben. In den meisten finnischen Supermärkten gibt es sie aber auch zu kaufen. Auch hier ist der Ausdruck "WTF" nicht unangemessen, auf die Idee, so etwas zuzubereiten, kann eigentlich nur kommen, wer im schier unendlich langen, karelischen Winter unter ebenso unendlicher Langeweile leidet: Roggenmehlteig, gebacken mit Milchreisfüllung (!), serviert mit Butter mit gehackten, gekochten Eiern drin (!!). Man kann sie auch schon direkt nach dem Backen in flüssige Butter tauchen (dies ausnahmsweise ein Zubereitungsdetail dem ich sehr positiv gegenüberstehe). Und einfach als Brotersatz mit Käse- oder Schinkenscheiben belegen. Etwas gewöhnungsbedürftig die Kombination aus säuerlichem Roggenteig und cremigem Milchreis, aber garnicht schlecht.


Leipäjuusto:
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Brotkäseecke mit Moltebeeren

Leipäjuusto, "Brotkäse", ein halloumi-artiger Käse, der beim Draufbeißen quietscht. Er wird im Ofen erhitzt bis er etwas zerläuft, schmeckt sanft-käsig und recht cremig, und wird mit Marmelade verspeist. Wer will, kann sich klassisch Moltebeerenmarmelade dazu leisten, das kleine Glas gibt es ab 8 Euro. Aber auch andere Marmeladen schmecken gut. Mir zumindest - der Freund A., der fürs Blumengießen welchen mitgebracht bekommen hat, war vom Leipäjuusto überhaupt garnicht begeistert.


Viili:
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Hier die Variante mit normalem Fettgehalt, deutlich sichtbarer Rahmschicht, und Schleimfäden, die vom Löffel tropfen

Finnland ist ein Land der Milchprodukte, und das merkt man. Finnen trinken viel Milch, essen viel Käse, und haben eine große Palette bizarrer Milchprodukte zur Auswahl. Das bizarrste ist dies hier:
Viili gibt es in mehreren Fettgehaltsstufen, pur oder mit Fruchzusatz. Das Ganze schmeckt säuerlich, etwas gäriger als Buttermilch, und hat eine schleimige, fädenziehende Konsistenz. "Interessant" ist in jedem Fall eine treffende Beschreibung - ich konnte mich auch nach mehreren Probierlöffeln nicht entscheiden, ob ich das Ganze nun total ekelhaft, oder wirklich gut finde. Aber der S. fand ihn prima.